Mitgliederversammlung 2016

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Mitgliederversammlung der Senioren-Union Kreisverband Viersen

Über fünfzig Mitglieder der Senioren-Union  begrüßte Vorsitzender Reinhard Maly am 9. März im Viersener Forum zur Mitgliederversammlung. Zugleich  verlas er ein Grußwort des Bundesvorsitzenden der Senioren-Union, Prof. Dr. Otto Wulff,  der u.a. zu Tatkraft, Kompetenz, Dialogbereitschaft  aufrief und darauf hinwies, dass gerade Senioren in Zukunft mehr gefordert werden. MdB Uwe Schummer erinnerte in seiner Begrüßung an die Gründung der CDU im Kreis Viersen, die vor siebzig Jahren stattfand und an die christlichen Werte, die dieser Gründung zugrunde lagen. „Wir sind christlich-europäisch“, so sieht er die CDU. Im Hinblick auf die Flüchtlingssituation warnte er vor der Schließung der Grenzen, die insbesondere die Wirtschaft empfindlich treffen könnte.

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Vielfältig waren die Aktivitäten der SU im vergangenen Jahr, die Reinhard Maly in seinem Rückblick aufführte. Mit der Veranstaltung im Januar 2015 „Der Islam – Anspruch und Wirklichkeit“,  warben fachkundige Referentinnen für Toleranz zwischen den Religionen und ein friedliches Miteinander. Es gab Bürgerforen in einigen Städten, Pressekonferenzen zu verschiedenen Themen, ein Benefiz-Tennisturnier mit MdL Dr. Marcus Optendrenk, der auch bei der Mitgliederversammlung anwesend war. Der Gert-Schmitz-Preis, der von der Senioren-Union ausgelobt wird, ging diesmal an die Bürgerhilfe Brüggen. Für das laufende Jahr sind u.a. Bürgerforen in Willich und Grefrath geplant, ein Gesundheitsforum in Kempen, Veranstaltungen zum Thema Altersarmut und mit der Mittelstandsvereinigung und dem Agrarausschuss soll über TTIP berichtet und nachgedacht werden. Natürlich dürfen die beliebten Tagesfahrten und Reisen nicht fehlen. Der Vorsitzende Reinhard Maly brachte es auf den Punkt: Gemäß dem Slogan der Senioren-Union „Senioren – hellwach“ soll dieser im Miteinander der Generationen mit Leben gefüllt werden. Nur so kann man Einfluss nehmen.

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Höhepunkt der Mitgliederversammlung war der Vortrag von Prof. Dr. Dr. hc. mult. Ursula Lehr, Bundesministerin a.D., Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg und stellvertretende Vorsitzende der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisatoren), die zum Thema „Älterwerden in einer Zeit des Wandels – Herausforderung und Chancen“ vortrug. „Wir haben in der Hand wie wir älter werden“, sagte sie dazu, führte aber aus, dass von den heutigen Senioren weit mehr Flexibilität verlangt wird als das in früheren Zeiten der Fall war.

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Akribisch zeigte sie die Felder auf, wo Wandel heute sichtbar wird. Hier seien nur einige Beispiele genannt wie: Wandel in der Technisierung – die digitale Revolution etwa  unter dem Motto „vom Brockhaus zum Internet“, der Wandel in der Rolle der Frau und der Familie, der kulturelle Wandel durch Zuwanderung, der weltanschauliche Wandel, der Wandel von langfristigen zu kurzfristigen Bindungen. Besondere Aufmerksamkeit schenkte sie dem demografischen Wandel durch die immer älter werdende Gesellschaft. In der Zuwanderung von vielen jungen Menschen sah sie eine Chance, wenn diese denn integriert und schnellstens in den Arbeitsprozess eingebunden würden. Interessant auch der Hinweis, dass oft bei älteren Menschen keine Demenz vorliegt, sondern eine nicht erkannte Depression, die durch Unterforderung entstehen kann. Das alte Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ hat für Prof. Ursula Lehr heute keine Bedeutung mehr. Senioren müssen „lernend altern“. Was braucht nun eine älter werdende Gesellschaft zukünftig und was braucht sie nicht? Kopfsteinpflaster, Barrieren, Stolpersteine und kurze Ampelphasen braucht sie nicht, Geländer an Treppen, Orientierungshilfen, gut lesbare Schilder, rollstuhlgerechte Eingänge und seniorengerechte Produktgestaltung werden in Zukunft vonnöten sein. Seniorengerecht ist gleich menschengerecht! Älterwerden heißt nach vorne blicken, Optimist sein. Temperamentvolles Credo von Prof Ursula Lehr, die im sechsundachtzigsten Lebensjahr steht:  „Fragen wir nicht, was können wir nicht mehr tun, sondern was können wir noch tun!“

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Nach der Wahl von Eckart Fischell zum neuen Kassenprüfer, der einstimmig gewählt wurde, ging Reinhard Maly in seinem Schlusswort noch einmal auf den Vortrag von Prof. Ursula Lehr ein, indem er forderte, dass die Senioren-Union verstärkt ihre Stimme erheben und sich vielfältig auch in der Mutterpartei einbringen sollte.

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Einladung zur Mitgliederversammlung 2016

Rede des Vorsitzenden Reinhard Maly

Bericht der Kreis SU an den CDU-Kreisparteitag am 05.03.2016